Die von 1730 bis 1735 errichtete Potsdamer Garnisonkirche zählt zu den herausragenden Bauwerken des norddeutschen Barock und prägte lange Zeit den markanten „Dreikirchenblick“ auf die Stadt. Sie ist mit zahlreichen historischen Ereignissen verbunden, wobei der „Tag von Potsdam“ im März 1933 zweifellos eine besondere Rolle einnimmt.
Beim britischen Luftangriff auf Potsdam in der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 erlitt auch die Kirche beträchtliche Zerstörungen, blieb aber substantiell so erhalten, dass an eine Wiederherstellung gedachte werden konnte. Die nach dem Krieg hierzu eingeleiteten Arbeiten wurden im Jahr 1968 jäh zunichte gemacht – die SED-Führung veranlasste ihre Sprengung und ließ am selben Ort ein Rechenzentrum errichten.
Mit der Friedlichen Revolution 1989/90 trat der Gedanke des Wiederaufbaus der Garnisonkirche auf die Tagesordnung, und ein bis heute andauernder und teilweise erbittert geführter Streit hierzu begann. Schließlich konnte 2024 der neu errichtete Kirchturm mit Kapelle, Dauerausstellung, Veranstaltungsräumen und einer Aussichtsplattform der Öffentlichkeit übergeben werden. Der Abriss des Rechenzentrums, heute von „alternativen“ Künstlern genutzt, ist dagegen unverändert strittig, der Aufbau des Kirchenschiffs ist eine Aufgabe für kommende Generationen.
Der Autor zeichnet diese Entwicklungen der Jahrzehnte seit der Friedlichen Revolution kenntnisreich nach und klärt nicht selten auch über Hintergründe der teilweise nur schwer verständlichen Kontroversen auf.
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Die von 1730 bis 1735 errichtete Potsdamer Garnisonkirche zählt zu den herausragenden Bauwerken des norddeutschen Barock und prägte lange Zeit den markanten „Dreikirchenblick“ auf die Stadt. Sie
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