Die früh- und hochmittelalterlichen Klosterkirchen – oft nur in späteren Überbauungen, als Ruinen oder durch zeitgenössische Beschreibungen überliefert – erwachen in diesem Buch wieder zum Leben. Welche liturgischen und weltlichen Handlungen vollzogen sich in Langhaus, Chorpartie und Westbau? Wie konnten Bauformen und kirchliches Brauchtum zum Abbild und Regulativ gesellschaftlicher Prozesse werden? Wie drückten sich in den Symbolen vom Thronsaal, vom Schiff, von der Himmelsstadt Jerusalem die Sehnsüchte nach einer idealen Welt aus? Zu diesen und vielen anderen Fragen lässt Friedrich Möbius zahlreiche schriftliche Quellen anschaulich sprechen. Dabei entsteht das Bild einer Baustruktur, in der Religiöses und Weltliches, Überzeitliches und Alltägliches, Tradition und Neuerung eng miteinander verwoben sind.
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